Wenn die Rosen ewig blühten…

Wenn die Rosen ewig blühten,
Die man nicht vom Stock gebrochen,
Würden sich die Mädchen hüten,
Wenn die Burschen nächtlich pochen.

Aber, da der Sturm vernichtet,
Was die Finger übrigließen,
Fühlen sie sich nicht verpflichtet,
Ihre Kammern zu verschließen.

Friedrich Hebbel

Photo © e.a.brokans

Photo © e.a.brokans

Hebbel, Friedrich, *1813, +1863, dt Dichter; seine bedeutendse Leistung sind seine Dramen, in denen er d. „furchtbare Notwendigkeit“ gestaltet, durch die Menschen nicht schuldhaft an der Wende einer Geschichtsepoche untergehen zugunsten der historischen Weiterentwicklung (Einfluß Hegels);
[…]
Quelle: Duden Lexikon G-O, Mannheim1962

Auf dieses Gedicht aufmerksam wurde ich, ansonsten nicht unbedingt ein großer Hebbel-Fan, durch Marcel Reich-Ranicki und seiner – posthum von Thomas Anz herausgegeben – Aufsatzsammlung „Meine Geschichte der deutschen Literatur“.
Erschienen ist das Buch bei der DVA bzw. der Büchergilde Gutenberg. Ich kann es nur wärmstens empfehlen.

Der Aufsatz über Friedrich Hebbel lässt sich aber auch hier lesen.

Advertisements

4 Kommentare zu “Wenn die Rosen ewig blühten…

  1. Der Aufsatz zum Gedicht war eine sehr gute Ergänzung! Danke für den Hinweis darauf und den Link. Mir gefällt dieses recht unbekannte Gedicht von Hebbel ausgesprochen gut …
    Du hast ein feines Händchen bei der Auswahl deiner Postinhalte!

    LG Michèle

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s