Naja…

Bäche zittern silbern,
Gräser glittern und nicken…

Max Dauthendey

(Tagesmotto: man kann nicht immer gewinnen)

Photo © e.a.brokans

Photo © e.a.brokans

Jetzt ist es auch schon egal, hier das ganze Gedicht:

Bäche zittern silbern,
Gräser glittern und nicken,
Und weiße Anemonen
Blicken zum blauen Himmel.

Ich ging in jungen Gräsern
Mit meinem weichsten Schritt,
Die Amsel hat gesungen,
Und mein Herz sang mit.

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11 Kommentare zu “Naja…

  1. Sag mal … mir fällt auf, dass du relativ häufig Dauthendey zitierst. Gibt es Gedichtbände (gern Zusammenstellungen) von ihm, die du empfehlen würdest? Außerdem und eigentlich suche ich nämlich immer noch nach der Quelle eines Gedichtes von ihm, das ich Anfang des Jahres bei mir auf den Blog gestellt hatte. Ich hatte es hierher, aber die reagieren nicht auf Nachfragen: http://www.aphorismen.de/gedicht/158502
    Vielleicht kannst/magst du ja helfen.
    Liebe Grüße
    Christiane

      • Ich bin nicht unbedingt Herbst-affin, doch gern mal hart aber herzlich! 🙂
        Heute war hier bei uns ein Tag zum Wegrennen. Der Herbst zeigte sich von seiner verendenden Seite. Sogar die Kreuzspinnen verkrochen sich in meinen Lavendel, ließen ihre Netze im Nebel verlottern und klapperten mit sämtlichen acht zur Verfügung stehenden Beinen in diesem Grieselnebelgemisch.
        Der Dompfaff rupfte den eh schon zerfledderten Ahorn, schaute dem in die Matsche trudelnden Blättern nach und flog genervt in eine immergrüne Föhre.
        Und die Kraniche zogen. Das heißt, es wird jetzt NOCH kälter.
        Bibbernde Grüße von der frierenden Karfunkelfee!

        • Oh, ich hab gar nicht gewusst das der Herbst so desolat wirken kann.
          Mir wiederum gefällt dieses neblig-morbide, dieses verendende, was ja uns irgendwie an die eigene Endlichkeit erinnert.
          Allerdings mag ich den kalten Winter auch nicht so dolle..
          LG Erich

          • Es liegt daran, dass ich ein absoluter Frühlings- und Sommermensch bin. Ich liebe die Wärme, das Licht, die langen Tage…
            Natürlich hat der Herbst auch schöne Seiten (Licht, kuschelige Stimmungen, Kerzen, Martinslaternen, Volkstrauertag…äh, nein der nicht..bitte streichen…) und ich habe sie schon ausgiebig verdichtet. Doch es ist die Zeit des Sterbens und Vergehens, eine Übergangszeit bis der Winter da ist und alles schlafen geht bis zum nächsten Frühling.
            Alles schläft…bis auf die arme frierende Karfunkelfee (die so gern ein Bär wäre…), die sehnsüchtig auf erste grüne Hälmchen wartet, um endlich wieder den Frühling und Sommer verdichten zu können…:)
            Darum habe ich mich heute ganz besonders über dieses Frühlingsgedicht gefreut. Und die Anemonen darin…

            Liebe Grüße von der karfunkeligen Frostbeule par excellence

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