Ein Kinderlied

Abschiedslied der Zugvögel

Wie war so schön doch Wald und Feld!
Wie traurig ist anjetzt die Welt!
Hin ist die schöne Sommerzeit
Und nach der Freude kam das Leid.

Wir wußten nichts von Ungemach,
Wir saßen unterm Laubesdach
Vergnügt und froh im Sonnenschein
Und sangen in die Welt hinein.

Wir armen Vögel trauern sehr:
Wir haben keine Heimath mehr,
Wir müssen jetzt von hinnen flieh’n
Und in die weite Fremde zieh’n.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Lange habe ich überlegt ob ich dieses kleine (harmlose?) Gedicht posten soll. Es ist zwar nur ein Kinderlied aus längst vergangenen Zeiten, aber der Bezug zur aktuellen Situation ist offensichtlich.
Die Situation ist unerträglich, man sollte nichts verharmlosen. Aber gerade so kleine, einfache Liedchen erklären manches besser als viel große Wortansammlungen.

Ach ja, zum Thema „Lügenpresse“, bevor ich mir diesen Vorwurf anhören darf, gestehe ich lieber gleich:

Nein, das sind keine Zugvögel auf dem Bild, sondern die stationäre Taubenmafia des nächstgelegenen Hauptbahnhofes. Das ist ist ihr Rückzugs- und Versammlungsort, wenn Sie von den Menschen genug haben (vor allem genug an Futter).

Photo e.a.brokans

Photo e.a.brokans

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4 Kommentare zu “Ein Kinderlied

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