Mir ist etwas unwohl

Am Sonntag hatte ich einen Beitrag veröffentlicht, in dem Christian Morgenstern in Gedichtform ein Zugunglück beschrieb. Ein paar Zeilen und das Photo eines leeren Gleises ergänzten das Ganze von meiner Seite aus. Dann kam der Faschingsdienstag und das Gedicht wurde Wirklichkeit. Natürlich ist es Zufall und ich bin nicht abergläubisch. Eigentlich.

Ich kann es nicht rational begründen, seit Entstehung des Gedichtes gab es tausende von Zugunglücken, von anderen Symptomen einer aus den Fugen geratenen Welt ganz zu schweigen (gab es eigentlich eine Zeit, von der man das nicht behaupten kann?). Man braucht ja nur den Blick in den nahen Osten zu werfen.

Vielleicht liegt es aber auch nur an meiner beruflichen Vergangenheit. Ich war oft bei solchen und anderen Ereignissen und Unglücksfällen dabei. Zu oft. Und darum will ich auch nichts beschwören, auch wenn es vom Verstand her Unsinn ist.

Es ist zwar schade um Eure Kommentare und „likes“, aber ich habe den Beitrag trotzdem gelöscht.

Jetzt ist mir wieder etwas wohler.

……

Ich sehe gerade, dass ich aus Versehen auch den „Eigentlich…“ – Beitrag (der mit dem orangefarbigem Bild) mal kurz gelöscht habe. Ich konnte ihn zwar wieder herstellen, aber meine Antworten auf Eure Kommentare sind leider verschütt gegangen. Ich hoffe sie haben Euch erreicht. Sorry.

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21 Kommentare zu “Mir ist etwas unwohl

  1. ich kann das verstehen. An dem Tag des Anschlags in Paris habe ich meine iTunes Musikbibliothek aufgeräumt und runtergeworfen was mir nicht so gefällt. Unter anderem auch die Eagles of Death Metal. Mir ging es danach wie Dir. Schräg irgendwie, aber es war so. Ich habe sie danach nicht wieder zugefügt, aber drüber nachgedacht hatte ich …
    Take care, S.

    • Ja, es ist nicht immer alles rational. Aber ich glaube das ist auch gut so. Ich hatte damals in einem Post ein „interessantes“ Wochenende gewünscht. Weiß ich heut noch. Wie du sagst: schräg.
      Danke & Du auch!
      Erich

  2. ich verstehe dich gut, obwohl es irrational erscheint, aber mir ging es schon ähnlich.
    es zeigt ja zumindest, dass du sensibel bist und sensibel umgehst mit den themen, mit den menschen. in diesesm sinne, ganz herzliche grüße
    von diana

  3. Es ist ein zu-fall, wenn so etwas passiert. Erst im nachhinein kann so ein phänomen bearbeitbar werden – und dass das geschehen ist, das ist das entscheidende, wie ich finde.

  4. Lieber Erich … wenn es für dich wichtig war, dann war es auch richtig. Du hast aus deinem Gefühl gehandelt – verständlich. Die Kommentare sind ja nicht so wichtig. Du wirst noch viel schreiben und viele Antworten bekommen. Hauptsache ist doch, man fühlt sich gut mit dieser Bloggerei.

  5. Mich hat deine Erklärung sehr beschäftigt. Ich kann dich auch verstehen, obwohl, so wie du es ja sagst, es rational nicht zu erklären ist.
    Mit lieben Grüßen
    Andrea

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