Für Spezialisten…

Ernst Weiß, geboren 1882 in Brünn,  war Arzt und Schriftsteller jüdischen Glaubens. 1940, bedingt durch den Einmarsch der deutschen Truppen in sein Pariser Exil, nahm er sich das Leben. Anna Seghers hatte dies auch in ihrem Roman „Transit“ thematisiert.

Der Roman „Der Augenzeuge“ ist die fikitive Autobiographie eines Arztes, welcher den hysterischen Kriegsblinden A.H. behandelt. Dieses Wissen um die Krankheit des Herrn H. gefährdet sein Leben nach der Machtergreifung der Nazis.  Er flieht und kämpft aktiv gegen den Faschismus.

Für mich ist der Roman keine allzu große Literatur, manchmal durchaus etwas langatmig. Eher ist es ein Zeitdokument und im geschichtlichen Kontext zu betrachten. Ich habe es damals, beim Erscheinen der Büchergilde – Ausgabe, gelesen und ein zweites Mal, eher lustlos, vor einigen Monaten. Vielleicht findet sich jemand der dafür mehr Interesse hat. Oder seine Sammlung von Exilliteratur vervollständigen will. Es wäre schade, wenn es bei mir vergammelt.

Es wird also freigelassen:

„Der Augenzeuge“
von Ernst Weiß
Büchergilde Gutenberg, Frankfurt 1986

Mit dabei ist:

Frithjof Trapp: „Der Augenzeuge.“ Ein Psychogramm der deutschen Intellektuellen zwischen 1914 und 1936. Büchergilde Gutenberg, Frankfurt 1986 [Kommentar zum Werk]

Sollte jemand daran interessiert sein, möge er mir eine Nachricht zukommen lassen. Das Buch wird kostenlos abgeben. Die Versandkosten übernehme ich (innerhalb Deutschlands). Wer möchte, kann dafür einem Bedürftigen etwas spendieren. Sollten sich wider erwarten mehrere Interessenten melden, entscheidet das Los. Am Sonntag gegen 20 Uhr ist Sense. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen (ich mag diesen Satz 😉 ) .

Das Stethoskop bleibt aber hier; es ist eh‘ das billigste, was zu haben war.

Photo © e.a.brokans

Photo © e.a.brokans

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15 Kommentare zu “Für Spezialisten…

  1. Als ich noch Platz in den Regalen hatte (lang ist’s her), hätte ich – Büchergilde Gutenberg, klasse! – sofort zugeschlagen. Die Vernunft rät mir aber, Bücher, die mich nicht wirklich reizen, nicht mehr ins Auge zu fassen, damit mich die heimischen Bücherberge nicht irgendwann erdrücken … Demjenigen, der es kriegt, viel Freude damit!

    • „Platz in den Regalen“ – gab es das mal?
      Ansonsten geht es mir genau so, darum muss ich mich von einigen trennen, wenn ich Neuzugänge beschaffen will. Einige sind mir dann einfach zu schade für den Basar. Und wider erwarten fällt mir die Trennung leichter, wenn der neue Besitzer nicht ganz unbekannt ist. Dieses ist bereits auf dem Weg zur neuen Besitzerin. Deinen Wünschen diesbezüglich, schließe ich mich natürlich an.

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