Nix wie weg


Auch die Eisenbahnen wirken
Heilsam aufs Familienleben,
Sintemal sie uns erleichtern
Die Entfernung von der Sippschaft.

Heinrich Heine
1797 – 1856

Photo © e.a.brokans

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7 Kommentare zu “Nix wie weg

  1. Hi Erich, min Urgrossvater, wie mein Großvater haben Lokomotiven bei der Hanomag gebaut. Mein Vater hat bei ihnen Maschinenschlosser gelernt als die grosse Zeit der Dampfloks zu Ende ging. Es gibt noch eine weitere Perspektive, die Heine nicht sah – den Arbeiteradel grosser Industrien, deren Familien von der Herstellung von Bahn lebten. LG Ruth

    • Interessant. Mein Vater hatte Kesselschmied ( Dampfloks) gelernt.
      Zu Heines Lebzeiten war ja die flächendeckende Eisenbahn und der daraus resultierenden Arbeiteradel noch in weiter Ferne. Zudem, stand Heine dem ganzen etwas skeptisch gegenüber:
      „Der Dampfwagen der Eisenbahn gibt uns eine zittrige Gemütserschütterung, wobei kein Lied aufgehen kann, der Kohlendampf verscheucht die Sangesvögel, und der Gasbeleuchtungsgestank verdirbt die duftige Mondnacht“. Heute würde er wohl in das allgemeine Jammern über die Unpünktlichkeit miteinstimmen.
      LG Erich

  2. Er konnte ja so witzig sein, der Herr Heine.
    Und hat damit gleichwohl den einen oder anderen wunden Punkt getroffen.
    (Wenn er wüsste, wie leicht man sich heute fahrend oder fliegend von der Sippe entfernen kann.)
    Sehr schön in Wort und Bild!
    Lieben Gruss,
    Brigitte

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