Aber öffne…

Aber öffne nur die Türe,
Aber tritt nur auf die Schwelle,
Hebe kaum den Blick und spüre
Schon die ungeheure Helle,
Schon den Glanz der leeren Räume,
Die wie Wiese rasch erblühten,
Schon den Tanz der schweren Träume,
Die sich hoben, die erglühten…
Zärtliche beschwingte Welle,
Sieh, kein Lufthauch, der nicht rühre – –
Aber tritt nur auf die Schwelle,
Aber öffne nur die Türe!

Maria Luise Weissmann

Foto © e.a.brokans

Foto © e.a.brokans

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11 Kommentare zu “Aber öffne…

  1. Ja, vor einer verschlossenen Türe kann die Erwartung manchmal sehr hoch steigen – in die eine oder andere Richtung.
    Gedicht und Bild gefallen mir sehr im Zusammenhang.
    Lieben Gruss,
    Brigitte

  2. Dieses wunderbare Gedicht möchte die Sammlerin sich gern mit Deinem Foto in ihren Blog holen, es passt so gut zu einem meiner vielen Lieblingsmaler, dem Vilhelm Hammershøi, von dem ich auch schon Bilder eingestellt habe.Ich habe seinem Bild damals das Gedicht von Krolow „Die Tür steht offen“ zugesellt.
    Darf ich das mit Verweis auf die Fundstelle hier?
    Ich werde damit ein wenig warten, weil dann das Erinnern schöner ist.-:))
    Mit herzlichen Morgengrüssen klopft an
    Karin

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