Darf man noch…

…so ein Bild posten, so ganz ohne einordnenden Kommentar, so wegen PoC, PC und Kolonialismus, mein ich?
Eine rhetorische Frage, denn es ist ja schon zu sehen.

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Der Blick über meinen Kaffeetassenrand                                             Bild von mir, Reklame von Meinl

Abwarten

Falls das Sprichwort seine Gültigkeit unter Beweis stellen sollte, würde eine Etage tiefer gerade etwas Großes entstehen wollen.

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Juni 2020                                                                                                                                             ©EAB

FlowerPower

Hintereinander 3 Bücher von Murakami H. gelesen. Der „Kafka am Strand“ ging ja noch. Eine gewisse Spannung ist vorhanden, wenn auch die Story ziemlich vorhersehbar ist.

Aber jetzt die „Ermordung des Commendatore 1 + 2“!

Selten eine so langweiliges, weitschweifiges Buch gelesen. Ich ärgere mich wegen der Zeit, welche ich damit verplempert habe. Trotzdem hielt ich bis zum Ende durch. Irgendwann musste doch noch ein Kick vorkommen.

Fehlanzeige.

Das ganze könnte man auch zu einer 80seitigen Kurzgeschichte eindampfen.  Allein schon die Product-Placements füllen Seiten. Schade um die Bäume.

Was das jetzt mit Überschrift und Bild zu tun hat?

Nichts.

                                                 

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Bild: EAB

Regen

Endlich!

Hoffentlich wird das nicht wieder nur ein kurzes Intermezzo. Fürs erste würden mir 14 Tage Schnürlregen schon reichen.

Vielleicht hilft’s ja, wenn ich den alten Song von Dalida aus dem 1959er Jahr trällere.

Wollt ihr mitsingen?
Hier der Text:

Am Tag als der Regen kam, langersehnt, heißerfleht
Auf die glühenden Felder, auf die durstigen Wälder
Am Tag als der Regen kam, langersehnt, heißerfleht
Da erblühten die Bäume, da erwachten die Träume…
….
und so weiter und so fort.

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Morgenregenmohn, Juni 2020                                                                                                 © E.A.Brokans

Na gut, aber nur dieses eine Mal.

Manche wissen es. Eigentlich mache ich bei der ganzen Stöckchenwerferei und allen anderen Tschälensereien nie mit, weder hier noch auf Twitter. Aber wenn mich die Klunkerstephanie fragt, kann ich nicht nein sagen. Zu lange folgen wir uns schon gegenseitig. Allerdings nominiere ich keine anderen Blogger:innen und stelle auch keine neuen Fragen. Das Stöckchen bleibt liegen. Totholz ist in Biotopen ja auch wichtig. Und es bleibt eine Ausnahmen.

Ein Leben ohne Blog: Vorstellbar? Beziehungsweise, was würde Dir fehlen?
Vorstellbar wäre es. Aber die tägliche Blog- und Twitterrundschau würde ich vermissen. Es ist wie mit der Tageszeitung. Fehlt sie, ist der Morgen nicht perfekt. Hier auf WP poste ich zwar momentan selten etwas, lese aber täglich mit. Für die Marginalien meinerseits reicht mir oft Twitter. Aber ich werde mich bessern, oder noch besser: ich sag’s nicht nur immer, sondern tu es auch endlich 😉 … Eventuell.

Wie unterscheidet sich Dein zu Hause von dem Deiner Freund/innen?
Es ist MEIN/UNSER Zuhause. Hier kann ich tun und lassen was ich will. Alles andere sind Nebensächlichkeiten. Ich bin gerne hier.

Hast Du während des Lockdowns neue Seiten an Dir entdeckt?
In Deutschland hatten wir keinen Lockdown, wir hatten Ausgangsbeschränkungen und ein Herunterfahren der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens.
Neue Seiten habe ich eigentlich nicht entdeckt. Manches, was vorher schon da war, hat sich manifestiert. Eigenbrötlerisch und etwas menschenscheu war ich schon immer. Jetzt verstehe ich die Menschheit fast gar nicht mehr und meide sie, wo ich nur kann. Hab schon Dauermuskelkater vom Kopfschütteln.
Ich bevorzuge einen „Lookdown“: Die Welt zu meinen Füßen genauer betrachten und beobachten was da kreucht und fleucht und wächst.

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Vielleicht ein Moschuskäfer, © E.A.Brokans

Was würdest Du sofort lernen, wenn Du genug Zeit oder Geld hättest?
Erfahrung ist unbezahlbar und ein Lernziel habe ich nicht mehr. Stures Lernen an sich ist eh so meins nicht, war es auch nie. Darum fällt mir zu dieser Frage, trotz intensivstem Nachdenkens nicht mehr ein.

Welcher Mensch hat Dich am meisten geprägt – oder waren es mehrere?
Geprägt haben mich meine Eltern, vor allem meine Mutter. Als Einheimische in einem kleinen Dorf einen traumatisierten ausländischen Kriegskrüppel zu heiraten, ein Kind großzuziehen und diesem Kind eine geborgene Kindheit und einen freien Willen zu geben, ist genug Prägung. Dafür bin ich auch sehr dankbar. Auch wenn es für uns alle nicht immer einfach war.
Als Vorbilder im landläufigen Sinne taugen eigentlich nur Tick, Trick, Track und natürlich Donald (D. nicht T.!).

Was siehst Du als erstes, wenn Du zu Hause aus dem Fenster schaust?
Sobald ich die Augen richtig aufkriege, sehe ich das:

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Morgenblick aus dem Küchenfenster, Juni 2020, © E.A.Brokans

Die Holzstapel dienen u.a. als Alibi, sonst müßte die Wiese zu einem Bauplatz umgewandelt werden. Als landwirtschaftliche Nutzfläche läßt sich das vermeiden. 

Hast Du oft Fernweh? Und wenn ja, wohin?
Nein, jetzt nicht mehr. Früher reisten wir viel. Wenn wir jetzt gelegentlich in eine fremde Stadt fahren und dort Kunst und Kultur genießen können, reicht uns das schon.
Obwohl: In diesem kleinen Hotel an der Pazifikküste würde ich schon noch mal gerne einziehen. Der Meerwind weht graue Wolken ans Land, die Windspiele machen das, wofür sie geschaffen wurden. In dem kleinen Restaurant mit 3 Tischen gibt es fangfrischen Fisch und im Hintergrund spielt leise die Musik der 40er Jahre.Bildschirmfoto 2020-06-05 um 20.52.44

Worauf freust Du Dich im Sommer?
Auf das Gemüse und die Kräuter aus dem Garten.

Wofür gibst Du gerne Geld aus?
In erster Linie für gute Lebensmittel. Früher gingen wir gerne und oft zum Essen. Jetzt koche ich lieber selber, meist schmeckt es besser als in den meisten Restaurants und ich weiß womit es zubereitet worden ist.
Natürlich auch für Bücher (zählen für mich auch zu den Lebensmitteln) und sonstigem bedrucktem Papier.

Hättest Du gerne (noch) ein Kunstwerk in Deiner Wohnung oder in Deinem Garten? Und wann ja, welches?
Kunstwerke hat man nie genug. Im Garten versuche ich mich selbst an Skulpturen aus Abfallholz und sonstigem Zeugs. In der Wohnung hätte ich gerne ein paar Collagen, z.B. von Juan Gris. Die würden aber dauernd wechseln. Meine Eigenen finden, genauso wie die Gartenskulpturen, noch keine Gnade vor meinen Augen. Den Kalender von Klunkerstephanie würde ich allerdings auch gerne aufhängen.

So das wars wieder mal. Hat sogar Spaß gemacht.
Bis demnächst
Erich