Päuschen

Nach einem ausgedehnten Stadtbummel genießen Emma Ente und ihr Lebensgefährte Ernst Erpel die Annehmlichkeiten einer modernen Stadt. Beide legen gesteigerten Wert auf eine saubere und komfortable Badegelegenheit. Da kann ihr vergrützter Teich nicht mithalten.
Nur Notbert, der notgeile Möchtegernnebenbuhler, stört wie immer das Idyll. Man muß ihn im Auge behalten. Zu gern würde er Emma umflattern. 

Foto © e.a.brokans

An die Waldvögel

Konnt mich auch sonst mitschwingen
Übers grüne Revier,
Hatt ein Herze zum Singen
Und Flügel wie ihr.

Flog über die Felder,
Da blüht‘ es wie Schnee,
Und herauf durch die Wälder
Spiegelt‘ die See.

Ein Schiff sah ich gehen
Fort über das Meer,
Meinen Liebsten drin stehen –
Dacht meiner nicht mehr.

Und die Segel verzogen,
Und es dämmert‘ das Feld,
Und ich hab mich verflogen
In der weiten, weiten Welt.

Joseph von Eichendorff

Foto © e.a.brokans

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Schiffende Schwäne

Sie seh’n sich nicht wieder

Von dunkelnden Wogen
Hinunter gezogen,
Zwei schimmernde Schwäne, sie schiffen daher,
Die Winde, sie schwellen
Allmälig die Wellen,
Die Nebel, sie senken sich finster und schwer.

Die Schwäne, sie meiden
Einander und leiden,
Nun thun sie es nicht mehr, sie können die Glut
Nicht länger verschließen,
Sie wollen genießen,
Verhüllt von den Nebeln, gewiegt von der Flut.

Sie schmeicheln, sie kosen,
Sie trotzen dem Tosen
Der Wellen, die Zweie in Eines verschränkt,
Wie die sich auch bäumen,
Sie glühen und träumen,
In Liebe und Wonne zum Sterben versenkt.

Nach innigem Gatten
Ein süßes Ermatten,
Da trennt sie die Woge, bevor sie’s gedacht.
Laßt ruh’n das Gefieder!
Ihr seht euch nicht wieder,
Der Tag ist vorüber, es dämmert die Nacht.

Friedrich Hebbel

Photo © e.a.brokans

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Übrigens ist dies das selbe kleine Flüsschen wie im letzten Beitrag, nur vom Eise befreit.