Pech

Zum Rainkohl schwebt die schöne Fliege.
Geplant war ein tätatät.
Aber sie kam wieder mal zu spät.
Der Käfer verwendet ihn schon als Liege.

Foto © E.A.Brokans

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Päoniens Ende

Kein noch so schöner Text kann dieser erhabenen und doch bald vergehenden Blüte das Wasser reichen.
Nur ich kann und darf das.
Und nur mit meiner Gießkanne,
Gefüllt mit bestem Regenwasser
Sorgfältigst gezapft aus der Zisterne.

Foto © E.A.Brokans

Randnotiz

Eine kleine gute Nachricht am Rande und zum Rande. Den dort wächst er wieder, der Klatschmohn und auch die Kornblume und so manch anderes „Unkraut“. Zumindest in meiner Gegend sind nicht nur die Feldraine sondern auch die Straßenränder bis hin zur Bundesstraßenböschung übersät mit den roten und blauen Tupfen. War vor einigen Jahren noch nicht so. Oder habe ich nur nicht darauf geachtet?

Und auch den Äckern gingen Augen auf

Und auch den Äckern gingen Augen auf.
Kornblumen, die stahlblauen, stummen,
Betrachten wie Augen der Sonne Lauf.

Ihre Farbe ist ehrfürchtig und tief.
Sie wohnen ernst auf den Ackerkrumen,
Die blaue Ruhe sie aus der Erde rief;

Der Himmel stückweis auf der Erd‘ einzieht
Und grünende Ähren über ihm summen,
Und eine Kornblum‘ der andern wie Aug‘ ins Auge sieht.

Max Dauthendey (Lusamgärtlein, Frühlingslieder aus Franken)

Foto © E.A.Brokans

Reif

Auf schwarzen Auen
Kalte grünblanke Mondrosen.
Scharf kristallene Sternblüten,
Und senken weißen klingenden Samen
In die weißen singenden Winde.

Streng keimen marmorkühle Myrthen,
Edelweiß aus wehem klagenden Alabaster,
Singen mit den weißen Winden:

: Eine eisblasse Mondwelle schläft
Bei den mattgrauen Wellen der Sonne …

Max Dauthendey

Foto © e.a.brokans

Last day…

Zu singen nach einer bekannten und allseits beliebten Melodie (wer etwas unsicher ob der Tonfolge ist, sollte sich im bekannten Kunst- und Kulturtempel „Kaufrausch“ inspirieren lassen):

„Last spring, they gave you your leaves
But at the end of october you gave them away…“

*pfeifend und tänzelnd verschindend*
(schinden = jemanden durch übermäßige Beanspruchung seines musikalischen Gehörs quälen; verschinden = jemand der sowas macht und sich dann klamm und heimlich, meist schmutzig lächelnd, aus der Verantwortung stiehlt)

Foto © e.a.brokans