Trauerspiel

Zwei Bäume konnten nicht ohn’einander sein
Aber:
Familie Biber benötigte ein neues Heim
Jetzt ist der Baum allein
Ach,
Ist das gemein

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Photo © e.a.brokans

Mittlerweile hat sich die vor Jahren neuangesiedelte Familie Biber mit ihre Verwandten und Bekannten zu einer Landplage entwickelt. Mit gravierenden Folgen für die Natur und ihre anderen Bewohner. Wieder einmal bestätigt sich: egal wie der Mensch eingreift – es kommt nichts gutes dabei heraus.
Übrigens: Achtung „Fake-News“ – das erste Bild hat mit den beiden anderen nichts zu tun. Diese Pärchen steht noch so da, zumindest war es vorgestern noch so. Was bei den unteren nicht mehr der Fall ist.

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Kunstnager

„Ich kenne kein besseres Tier auf Gottes Erdboden: es beißt nur, wenn es gefangen wird, ist arbeitsam, äußerst matrimonial, kunstreich und hat ein vortreffliches Fell.“

So enthusiastisch beschreibt Georg Christoph Lichtenberg  im Sudelbuch (K 291) den Biber. Dessen ungeachtet wird vermutlich Pinoccio dem Holzconnaisseur geflissentlich aus dem Wege gegangen sein, zu schnell ist so ein kleines Beinchen durchgenagt.

Und das Damen Coversations Lexikon von 1834 begeistert sich für den Biber als „eins der merkwürdigsten Thiere, ausgezeichnet durch List, Gewandtheit und große Geschicklichkeit“. Trotzdem ging es dem Biber ganz gewaltig an den Kragen, vor allem des „vortrefflichen Felles“ wegen.

Da half ihm auch seine Beliebtheit bei Fabeldichtern nicht viel:

Der Esel sprach zum Biber:
„Warum so mühsam sich ein Haus bau’n, Lieber?“
Der Biber sprach: „Weil ich stets gerne that,“
„Was nicht der Esel Beifall hat.“

Ignaz Friedrich Castelli (1781 – 1862)

Heute entstehen in Gebieten, in denen die Wiederansiedelung gelang, durchaus Konflikte zwischen Artenschutz und Interessen der Holz- und Wasserwirtschaft.

@ mannigfaltiges 2015.02

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