Die Liebesrose

Wenn der Liebesrose Dornen, 
Armer, dich erstochen haben, 
Dann vergeudet sie die Blätter, 
dich in ihnen zu begraben.

 Johann Ludwig Wilhelm Müller,  1794 – 1827

 

Photo © e.a.brokans

Photo © e.a.brokans

In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende

Landeanflug

– Gäbt’n, Gäbt’n!
– Was ist denn, Officer Nullschegga?
…und lassen Sie doch endlich den Deppenapostroph weg.
– Aye Gäbtn
– Und was ist nun?
– Wir sind bereit für den Landeanflug, Gäbtn
– Na, dann machen Sie mal, aber lassen Sie sich nicht wieder so einstäuben wie letztens.
– Aye Gäbt’n

*doublefacepalm*
 

Photo © e.a.brokans

Photo © e.a.brokans

*seufz*

Als Kapitän hat man es auch nicht immer leicht, davon kann ich Euch ein Lied singen…

Narzissen blicken Dich an!

Blühende Narzisse!
Wie blickest du mich an mit großem Auge,
Als fragtest du, was ich im Garten misse!

Friedrich Rückert
Kindertotenlieder/Ritornelle

Photo © e.a.brokans

Photo © e.a.brokans

Aber eigentlich lassen Narzissen doch meistens den Kopf hängen. Sicher nicht wegen einer Missstimmung, sondern wohl eher – wie ihr Namenspatron – auf der Suche nach einer Wasserfläche um sich darin zu spiegeln und sich der eigenen Schönheit zu versichern.

Sei es wie es sei…

Eine schöne Osterwoche!

Wie die Biene

Wie die Biene
Flogest du,
Froher Miene
Sogest du
Blüthenthau, o welchen
Thau aus allen Kelchen
Saugend zogest du!

Wie die Biene
Labest du,
Süßer Miene
Gabest du
Honig nur den deinen,
Und wir dachten, keinen
Stachel habest du.

Unsre Biene
Warest du,
Sanfter Miene
Sparest du
Nur dein Gift, und solchen
Stachel nun gleich Dolchen
Offenbarest du.

Wie die Biene
Flogest du,
Frommer Miene
Logest du,
Ließest wund die Herzen
Und den Seim für Schmerzen
Uns entzogest du.

Wie die Biene
Sei nicht bang,
Froher Miene
Mein Gesang!
Diese Schmerzen taugen,
Lust daraus zu saugen
Unter Bienenklang.

Friedrich Rückert (aus den Kindertotenliedern)

Photo © e.a. Brokats

Photo © e.a. brokans

Vergesst Goethe, lest Rückert

titelte die Süddeutsche Zeitung zum 150igsten Todestag von Friedrich Rückert am 31. Januar 2016. Den interessanten Artikel von Christoph Meyer findet ihr hier.

Übrigens: Das Photo ist von heute, 22. Februar. Es hatte 18° Celsius.