Etwas Punsch gefällig?

Falls jemand eine Rezept benötigt:

Punschlied

Vier Elemente,
Innig gesellt,
Bilden das Leben,
Bauen die Welt.

Preßt der Zitrone
Saftigen Stern,
Herb ist des Lebens
Innerster Kern.

Jetzt mit des Zuckers
Linderndem Saft
Zähmet die herbe
Brennende Kraft,

Gießet des Wassers
Sprudelnden Schwall,
Wasser umfänget
Ruhig das All.

Tropfen des Geistes
Gießet hinein,
Leben dem Leben
Gibt er allein.

Eh es verdüftet,
Schöpfet es schnell,
Nur wenn er glühet,
Labet der Quell.

Friedrich Schiller

Auf Euer Wohl!

Foto © e.a.brokans

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Das Lachen des Polyphem…

…den Schmiss an seinem Kinn ist ein Souvenir vom ollen Ody, dem notorischen Herumtreiber. Aber sonst hat er die Sache gut überstanden.

Photo © e.a.brokans

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Aber etwas hyperton sieht er schon aus, das alte Rotgesicht.

Ist aber auch kein Wunder bei der Ernährung, wie uns Reporter Friedrich Schiller mitteilt:

Bücher und Menschen verschluckt und ganze Provinzen der Unflat,
Aber wie roh er sie fraß, lehret das Reisegefäß.

Ein andrer Augenzeuge, nämlich Chefdichter J.W. Goethe, weiß zu berichten, dass unser kleiner Zyklop sogar vor Dichtern nicht halt macht:

Shakespearen sollt es auch ergehn
Nach hergebrachter Weise; –
»Den hebt mir auf«, sagt Polyphem,
»Daß ich zuletzt ihn speise.«

Na dann – Mahlzeit.

Übrigens: Frau Gerda Kazakou dringt etwas tiefer  in diese und andere Geschichten der griechischen Mythologie in Vergangenheit und Gegenwart ein. Ein Besuch dort würde sich sicherlich lohnen.