Päoniens Ende

Kein noch so schöner Text kann dieser erhabenen und doch bald vergehenden Blüte das Wasser reichen.
Nur ich kann und darf das.
Und nur mit meiner Gießkanne,
Gefüllt mit bestem Regenwasser
Sorgfältigst gezapft aus der Zisterne.

Foto © E.A.Brokans

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Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose und dies ist keine Rose…

…sondern eine Pfingstrose, und mit dieser wünsche ich schöne Feiertage!

An Pfingsten soll es ja mehr Geist geben. Aber leider warte ich seit Jahrzehnten vergeblich auf etwas mehr Eingebung.

Naja, etwas weniger ist auch keine Schande…

Apropos „Schande“: Die Pfingstrose steht, laut Johann Kachlers enzyklopädischem Pflanzen-Wörterbuch von 1829, für „Schande“. Gefunden habe ich diese, doch eher seltene Zuschreibung in dem zauberhaften Buch „Sprechende Blumen“ von Isabel Kranz. Abseits von Poesiealbums- und Liebesbrieflyrik verbindet sie historische Pflanzenabbildungen mit  Büchern, Filmen und Ereignissen in denen die beschriebenen Pflanzen (sogar Eis- und Papierblumen) mehr oder weniger große Rollen spielen.

Bei der Pfingstrose verweist sie auf „Tess of the d’Urbervilles“ von Thomas Hardy. Tess, mit einem Mund „so rot und üppig wie eine Pfingstrose“, deren Leben in Schande endete, mag Kachlers Beschreibung bestätigen.

© e.a.brokans 2015.05

© e.a.brokans 2015.05